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Comedy & Satire im Journalismus

„Satire satt – das darf doch mal gesagt werden“

Q: mediaphotos/istockphoto

Der „Fall Böhmermann“ hat dieses Jahr für ordentlich Zoff gesorgt. Ein Strafprozess, viele Talkshows und Facebook-Posts – alle mit der Frage: Was darf eigentlich Satire, wann ist Schluss mit lustig? Damit hat sich der MEDIENHAUS-NETZWERKTAG befasst.

Simon Rustler

Frankfurt am Main, 3.Dezember 2016   Der „Fall Böhmermann“ hat dieses Jahr für ordentlich Zoff gesorgt. Ein Strafprozess, viele Talkshows und Facebook-Posts – alle mit der Frage: Was darf eigentlich Satire, wann ist Schluss mit lustig? Auf der anderen Seite stehen Medien in der Kritik, Themen zu verschweigen und müssen den Vorwurf der „Lügenpresse“ diskutieren. Was darf in den Medien gesagt werden, was nicht, wie weit darf Satire gehen? Das war Thema des Netzwerk-Tags der Hörfunkschule Frankfurt. Zu Gast: Journalisten, Satiriker und Medienmacher von u.a. HR, ZDF/Funk, FFH, MDR.

Medienmacher aus ganz Deutschland diskutieren

Erst vor kurzem haben ARD und ZDF ein gemeinsames Angebot für junge Leute entwickelt: FUNK. Vom ZDF kommen Christian Kleinau und Jan Horst auf den Netzwerktag. Sie sind die Redakteure hinter der Webserie „Gute Arbeit Originals“ (u.a. mit Florentin Will, Neo Magazin Royale) - eine Comedy, die noch in den Kinderschuhen steckt. Kleinau und Horst berichteten von der Entstehung des Formats und wo sie ihre Humor-Grenze ziehen: "Bei Juden und Jugendschutz fängt unser Tabu an.", sagt Jan Horst.

Aus Frankfurt kommt Uli Höhmann zum Netzwerktag. Er ist Radiosatiriker für den Hessischen Rundfunk und kommentiert in seinem Radioformat „Vorsicht, Satire!“ (hr-iNFO) z.B. Lutz Bachmanns Verschwinden nach Teneriffa. Was darf er sagen, wo ist er vorsichtig? Vor welchen Herausforderungen stehen Medienmacher, wenn sie täglich lustig sein müssen und dabei auch eine Botschaft vermitteln wollen? Höhmann berichtet von seiner Arbeit und beantwortet die Fragen vom Journalisten-Nachwuchs. Er will keine Tabus ziehen: "Ich will nicht mit einer "Schere im Kopf" schreiben müssen." Das sei sonst für Höhmann keine Satire.

Gemeinsam mit Diplom-Jurist und Fachjournalist für Medien- und Social-Media-Recht Christian Zappe, FFH-„Kreuz&Quer“-Moderatorin Natalie Brand und dem Pressesprecher der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau Volker Rahn diskutiert die Tagung, was heute eigentlich noch gesagt werden darf. Welche Witze sind genial und welche wirklich tabu? Die Teilnehmenden diskutieren mit, stellen Fragen und können nachhaken. Zappe erklärt aus juristischer Sicht, was geht und was nicht - wann der Tatbestand der Beleidigung erfüllt ist und wann es Satire ist, Natalie Brand fordert hingegen mehr streitbare Witze.

Junge Journalisten mit Erfahrenen verknüpfen

In einer weiteren Runde diskutieren ehemalige Jungjournalisten der Hörfunkschule über Hürden im Job-Einstieg und berichten von ihren Erlebnissen auf dem Arbeitsmarkt. Zu Gast war Kristine Arndt, ehemalige Volontärin beim mdrKevin Frisch (SWR) und Anne Salajka (PR-Volontärin für die Messe Frankfurt).

In Workshops mit dem Journalisten-Verein "Jo-Jo" konnten die Teilnehmenden weiter diskutieren: Wie beeinflussen Plattformen, wie Youtube die politische Bildung von jungen Menschen, sind wir schon im Zeitalter des "Kontrafaktischen" angekommen - zählen Fakten nicht mehr? In einer anderen Runde beleuchteten die Teilnehmenden Satire kritisch und fragten: Schafft Satire Politikverdrossenheit? 

Mit dem Netzwerk-Tag will das MEDIENHAUS junge Journalisten miteinander vernetzen und zugleich Berufsanfänger mit erfahrenen Journalisten ins Gespräch bringen.

 

 

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