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Corona - neue Normalität?

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Jörn von LutzauLive aus der Videokonferenz: Corona  die neue Normalität?Live aus der Videokonferenz: Corona die neue Normalität?

Das #Corona-Virus hat das Land infiziert: zuerst die Menschen, dann die Medien und die Wirtschaft. Beides ist schlecht für den Journalismus – denn ohne Werbung weniger Einnahmen, weniger Qualitätsjournalismus. Auf unserer Videokonferenz wollten wir es wissen: Sieht so die „neue Normalität“ aus?

(v.l.n.r.): Ben Knabe/hr; Yasmine Schüßler; Götz Richter; Privat; To Kühne; Hermann Bredehorst/Brot für die Welt; Privat

!!! Hier geht's zum Videomitschnitt der Konferenz !!!

„Wenn nicht jetzt, wann dann? Starte einen Blog, fang an Insta-Live zu machen! Nicht aufgeben und nicht entmutigen lassen!“ – das ist der Tipp von Nadja Jung, stellvertretende Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der SPD-Fraktion im Bundestag, an alle jungen Menschen, die gerne in die Medien starten würden, aber wegen der Corona-Krise ausgebremst sind. Jung war auf der Videokonferenz "Corona - die neue Normalität im Journalismus?" der Hörfunkschule Frankfurt zu Gast . In der Hörfunkschule hat sie als radio-starterin auch ihre ersten Schritte im Journalismus gemacht und dann die Seite des Schreibtischs gewechselt. Sie sieht die Krise als Chance für die Digitalisierung. 

Auf Dauer kann keine Redaktion auf Praktikanten verzichten

Pessimistischer betrachtet das der hr-Fernseh- und Radiomoderator Mathias Münch, er sieht die junge Generation ein stückweit als Verlierer der Corona-Krise: „Es gibt gerade zunächst mal die Pause-Taste und der Wiedereinstieg wird in der Gesamtgesellschaft etwas weiter unten passieren“, sagte Münch auf der Videokonferenz. Münch ist Moderator beim Hessischen Rundfunk und einer der Paten der Hörfunkschule Frankfurt, die sich für den journalistischen Nachwuchs stark machen. Ihn selbst trifft die Corona-Krise nicht ganz so hart, sein Leben als Reporter und Moderator hat sich zwar etwas verändert, Münch schaut aber dennoch optimistisch nach vorne.

Seine Kollegin Julia Montag, Teamleiterin der hr3-Morningshow, wünscht sich trotzdem, dass die Corona-Krise bald ein Ende findet: „Im Prinzip ist das gerade wie eine Festung, die geschlossen ist“, beschrieb Montag die Situation im Hessischen Rundfunk. Im hr dürfen aktuell noch nicht alle Mitarbeiter aus dem Homeoffice zurückkehren. Daher ist unklar, wann überhaupt wieder Praktikanten kommen dürfen. „Ich glaube das einzige, das das beeinflussen kann, ist Corona - oder der Impfstoff“, glaubt Montag und sagt aber auch: „Der hr wird nicht auf Dauer auf Praktikanten verzichten, das kann ich mir nicht vorstellen!“

„Ausbildung im Homeoffice funktioniert so semi“

Nicht nur Praktikanten trifft die Corona-Krise hart - auch das Leben der Volontäre im Journalismus hat sich verändert. „Ausbildung im Homeoffice funktioniert so semi“, sagt Alisa Schmitz bei unserer Videokonferenz „Nach der #Corona-Krise: Wie sieht die ´neue Normalität´ im Journalismus aus?“. Sie ist Redaktionsvolontärin beim Hessischer Rundfunk. Einige Volontärskollegen mussten Stationen abbrechen und auch generell ist für viele noch unklar, wie die Ausbildungszeit weiter gestaltet wird. Aber Alisa sieht auch Positives. „Wenn man eh nicht raus darf, ist jetzt die Chance, etwas auszuprobieren, worauf man Bock hat.“

Offen ist auch die Frage für viele Volos, wie es nach ihrem Volontariat weitergeht: Stellenbesetzungen werden zurückgehalten, etliche Journalistinnen und Journalisten sind in Kurzarbeit. Und bei den Freien brechen die Themen und damit die Aufträge weg. Mika Beuster lässt es sich auf der Videokonferenz trotzdem nicht nehmen, Optimismus zu verbreiten: „Für junge Journalisten gab es nie eine bessere Zeit als jetzt!“, sagt er. Beuster ist Mitglied im geschäftsführenden Bundesvorstand des Deutschen Journalisten-Verbands sowie im Landesverband Hessen und Reporterchef beim Weilburger Tageblatt und Usinger Anzeiger. Sein wichtigster Tipp für Nachwuchsjournalisten: „Handwerk, Handwerk, Handwerk – das steht an erster Stelle! Mit dem richtigen Handwerk schaffe ich es natürlich auch meinen Journalismus auf alle Kanälen umzusetzen.“

Journalisten als Fakten-Checker

„Journalisten dürfen, können – nein: müssen nun zeigen, was sie können. Als Fakten-Checker, wenn auf Facebook und WhatsApp Falschnachrichten in Elterngruppen geteilt werden. Als Lotsen in der kommunalen Welt, wenn es darum geht, Fragen des Alltags zu sortieren. Als Ansprechpartner für die Nöte der Menschen – die im Zweifel Hilfesuchende mit Hilfsangeboten in Kontakt bringen“, betont Mika Beuster weiter.

Aber werden Medienmacher in einer "neuen Normalität" mehr aus dem Home-Office produzieren? Eine Kurzumfrage in der Videokonferenz gab ein gespaltenes Bild: Zwischen klaren Befürwortern und Gegnern sind alle Meinungen vertreten. Einige freuen sich über neure Freiheiten zu Hause, andere wollen so schnell wie möglich zurückkehren.

Der Tipp: Fragen stellen und sich einbringen

„Ich war einer von dreien, der zurück kehren wollte – von etwa 80“, sagt Christian Krull, Group Account Director bei der Werbe- und Marketingagentur BBDO Berlin. Dort haben offenbar viele Gefallen am Homeoffice gefunden. Christians Tipp in der Videokonferenz „Nach der #Corona-Krise: Wie sieht die ´neue Normalität´ im Journalismus aus?“ an alle, die im Medien- und Kommunikationsbereich durchstarten wollen: „Bleibt dran und nehmt an solchen Runden wie dieser Videokonferenz teil! Guckt, wo gerade Angebote wie diese statt finden und stellt Fragen!“

Homeoffice wird bei Kristine Arndt, Chefin vom Dienst digital Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe, bis August möglich sein. Trotzdem muss das für junge Menschen im Medien- und Kommunikationsbereich kein Stillstand bedeuten. Kristine macht auf der Videokonferenz der Hörfunkschule konkretes Angebot: „Wer Interesse an Social Media hat, kann sich melden. Wir freuen uns über Unterstützung!“

Erste Job-Angebote ausgetauscht

Nach dem offiziellen Teil der Videokonferenz, den wir mitgeschnitten haben und den sich jeder hier auch nochmal anschauen kann, hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch eine gute halbe Stunde zum Netzwerken. Und die wurde fleißig genutzt: Erste Job-Angebote wanderten durch die Zoom-Konferenz und Kontakte für Praktika ausgetauscht. Es geht also weiter - auch in der "neuen Normalität" mit Corona.

Viele der Referentinnen und Referenten auf der Videokonferenz sind Ehemalige der Hörfunkschule, die hier Workshops oder Projekte wie Sommerakademie und radio-starter besucht haben. "In der Corona-Krise rückt das Alumni-Netzwerk der Hörfunkschule enger zusammen" stellt Andreas Fauth, Leiter der Hörfunkschule fest. Kein Wunder, lassen sich doch die Alumni von Frankfurt bis Berlin in einer Videokonferenz leicht zusammenschalten. "Darin liegt auch eine Chance, wir wollen an den Videokonferenzen festhalten" sagt Fauth, "aber mit Corona ist jetzt erstmal Schluss: Lasst uns wieder über was Anderes reden". Wie es den Alumni der Hörfunkschule mit Corona aktuell ergeht, haben wir in einer Umfrage herausgefunden und hier nochmal zusammengestellt.

Die Videokonferenz vom 27.05.2020 gibt es zum nochmal Anschauen auf YouTube - hier geht's zum Videomitschnitt der Konferenz.

 

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