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Evangelische Journalistenschule

Es bleibt bei den Sparbeschlüssen

EJS BerlinAusbildung in der Evangelischen JournalistenschuleAusbildung in der Evangelischen Journalistenschule im Studio

Es bleibt dabei: Ein neuer 14. Jahrgang wird an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin nicht ausgeschrieben. Damit steht die Schule vor dem Aus. Die Evangelische Kirche in Deutschland sucht aber weiter nach Wegen zur Fortsetzung ihres Engagements in der Journalistenausbildung. Die Initiative EJS retten! setzt sich für den Erhalt der Schule ein und soll mitreden dürfen (dieser Artikel wurde am 28.03.2020 aktualisiert).

EJS BerlinAusbildung in der Evangelischen JournalistenschuleAusbildung in der Evangelischen Journalistenschule als Video-Reporter

Wie der Aufsichtsratsvorsitzende des Gemeinschaftswerks Evangelischer Publizistik (GEP), Volker Jung,  mitteilt, habe der Rat "zustimmend den Beschluss des Aufsichtsrates zur Kenntnis genommen, dass die Ausschreibung des 14. Jahrgangs der Evangelischen Journalistenschule ausgesetzt wird", erklärte der hessen-naussauische Kirchenpräsident Jung.

Der EKD-Rat begrüße und unterstütze ausdrücklich, dass das GEP nach Wegen suchen wolle, die Präsenz der evangelischen Kirche in der publizistischen Ausbildung neu auszurichten. Dazu würden verschiedene Modelle geprüft. "Dabei sollen ausdrücklich auch die Impulse der Freunde und Förderer der Evangelischen Journalistenschule aufgenommen werden und die mit ihnen aufgenommenen Gespräche weitergeführt werden", betonte Jung.

Mitte Februar war bekanntgeworden, dass die 1995 gegründete EJS in Berlin nach dem aktuellen Ausbildungsjahrgang geschlossen werden könnte. Hintergrund sind Sparmaßnahmen beim GEP, der zentralen Medieneinrichtung der EKD sowie ihrer Landeskirchen und Werke, zu der unter anderem auch die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Frankfurt am Main gehört. Mit einem offenen Brief setzten sich die Initiative "EJS retten!" sowie der Freundes- und Förderkreises der Journalistenschule für den Erhalt der Ausbildungsstätte ein.

Offener Brief von über 1200 Unterstützern

Die Initiative EJS retten! des Freundes- und Förderkreises der EJS setzt sich zusammen mit über 1200 Unterstützern aus Medien und Kirchen für den Erhalt der Evangelischen Journalistenschule ein. Gemeinsam haben sie einen Offenen Brief an den Rat der  Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unterzeichnet, in dem der Erhalt der Journalistenschule gefordert wird. Zu den Unterzeichnern gehören den Angaben nach Prominente wie Anne Will, MDR-Intendantin Karola Wille, «Tagesspiegel»-Chefredakteur Lorenz Maroldt, die Autorin Carolin Emcke, der Journalist Heribert Prantl und die frühere Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Ellen Ueberschär. Das hat die Initiative dem epd mitgeteilt.

Zuvor hatten auch 17 Journalistenschulen und Akademien einen Appell an den Rat der EKD gerichtet. die EJS zu erhalten. Auch die großen Privatradio-Redaktion in der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Rundfunk (aer) haben sich für einen Fortbestand der Schule ausgesprochen.

Spardruck beim Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik

Kurz vor dem 25. Geburtstag der Schule droht ihr das Aus: Der aktuelle 13. Jahrgang an Volontären könnte der letzte der Evangelischen Journalistenschule in Berlin sein. „Die Ausschreibung des nächsten Jahrgangs im März ist vorerst gestoppt“, erklärte Jörg Bollmann, Direktor des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) – das Gemeinschaftswerk in Frankfurt ist Träger der Journalistenschule. Das Werk steht unter einem enormen Spardruck. Die Journalistenschule kostet knapp 500.000 Euro pro Jahr, insgesamt muss das GEP rund 1,9 Millionen Euro einsparen.

Die Schließung der Schule solle aber sozial verträglich und ohne betriebsbedingte Kündigung realisiert, so Direktor Bollmann. Zwei Stellen, darunter die des Schulleiters, würden demnächst ruhestandsbedingt auslaufen und nicht neu besetzt. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) kritisiert die drohende Schließung mit scharfen Worten: „Wer an den gesellschaftlichen Auftrag der Kirche glaubt, muss vom Glauben abfallen angesichts der Pläne zur Schließung der Evangelischen Journalistenschule in Berlin."

Rund 22 Millionen Euro für den Qualitätsjournalismus

Neben der Journalistenschule investiert das Gemeinschaftswerk rund 22 Millionen Euro im Jahr in qualitätsjournalistische Produkte, wie dem Evangelischen Pressedienst () mit seinen Titeln „epd Film“ und „epd Medien“, das monatliche erscheinende Magazin Chrismon und das Web-Portal evangelisch.de. Aktuell bringt das GEP auch noch ein Evangelisches Content Netzwerk an den Start, das gerade jüngere Zielgruppen erreichen soll. Die Herausforderungen an das GEP wachsen also, dennoch erhält das Werk im Gegenzug keine zusätzlichen Mittel aus dem Haushalt der Evangelischen Kirche in Deutschland. 

Dass diese Entwicklung langfristig nicht gut gehen kann, bekommt nun die Evangelische Journalistenschule mit der drohenden Schließung zu spüren. Deshalb wendet sich die Initiative „EJS retten“ direkt an Heinrich Bedford-Strohm und den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland. Mit einem offenen Brief wollen die Absolventen und namhaften Journalisten die Ratsmitglieder auffordern, den Schließungsbeschluss zurückzunehmen. Der Rat tagt am 27. Februar – er könnte zum Beispiel der EKD-Synode vorschlagen, finanzielle Mittel für die Journalistenausbildung und den Erhalt der Schule bereit zu stellen.    

Evangelische Journalistenschule und Hörfunkschule pflegen enge Zusammenarbeit

Mit der Schließung der Evangelischen Journalistenschule würde auch eine enge Zusammenarbeit mit der Hörfunkschule Frankfurt zu Ende gehen. Jedes Jahr loben die beiden Schulen gemeinsam den „Hinhörer“ aus – einen Nachwuchspreis für junge Radiojournalisten. An mehreren Volontärsjahrgängen haben frühere Schüler der Hörfunkschule aus Hessen und Rheinland-Pfalz teilgenommen, die heute für renommierte Medien wie zum Beispiel dem Spiegel arbeiten. Der Chefredakteur und Leiter der Hörfunkschule im Medienhaus der EKHN Andreas Fauth hatte das drohende Aus für die Schule in einem Kommentar deutlich kritisiert. „Mit dem Aus der Schule würden wir einen wichtigen Streiter für Qualitätsjournalismus und die Evangelische Publizistik verlieren,“ bedauert Fauth: „Eine Kirche, die sich der Mittel einer freien Publizistik beraubt, verliert an Relevanz in der Gesellschaft und macht sich letztlich unglaubwürdig.“

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