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#Corona – wie Journalisten ein Virus erfasst

HörfunkschuleLive-Bild aus der KonferenzZoom-Videokonferenz zu Corona mit Gästen und Alumni

„Zwischen #Corona und Erregungsfabriken – wie Journalisten ein Virus erfasst“. Darüber haben wir am 7. April per Video unter anderem mit dem Journalisten Richard Gutjahr, der Radiomoderatorin Julia Nestle und dem Podcaster Vassili Golod diskutiert – auch Alumni der Hörfunkschule waren dabei.

Die Referenten der Videokonferenz.
Bildnachweise v.l.n.r.: Mathias Vietmeier; Nils vom Lande; Hit Radio FFH; Andreas Frommknecht (hr); BR - Markus Konvalin; Nicole Kohlhepp; Ronny Zimmermann

Hier geht's zum Video-Mitschnitt unserer Konferenz!

Was macht Corona mit den Medien? Wie berichten Journalisten über die aktuelle Krise? Das Hashtag #stayathome findet sich in sozialen Netzwerken, Zeitungen und Online-Medien – deshalb hat die Hörfunkschule Frankfurt die Rolle von Journalisten in der aktuellen Krise diskutiert: Unterstützen die Medien die Maßnahmen der Politik und wo üben Journalisten Kritik? Wie steht es um eine ausgewogene Berichterstattung und die Meinungsvielfalt beim Corona-Virus? Darum ging's auf der Videokonferenz "Zwischen #Corona und Erregungsfabriken – wie Journalisten ein Virus erfasst."

Der Fernsehjournalist Richard Gutjahr sieht in Krisen wie heute eine Chance für den Journalismus. So sieht er auch Chancen für den journalistischen Nachwuchs: smarter sein und eigene Ideen ausprobieren - und nicht immer darauf warten, bis auch der Chef anbeißt. Lieber mal eine Idee selbst in die Hand nehmen - riet er den gut 70 Teilnehmenden der Videokonferenz beim anschließenden Netzwerken.

Gutjahr ist sich sicher: „Krisen sind die Bewährungsprobe für Journalisten. Alles was wir bis dahin (hoffentlich) gelernt haben, kommt in Krisen- und Breaking News-Situationen zum Einsatz.“ Gutjahr ist freier Mitarbeiter bei der ARD, hat über 20 Jahre Nachrichten- und Magazinsendungen beim Bayerischen und Westdeutschen Fernsehen moderiert. Daneben schreibt er für zahlreiche Zeitungen, Magazine und Fachzeitschriften – darunter die Rheinische Post.

Live-Sendung aus dem Home-Office

Corona verändert zugleich die Arbeit von Reportern und Redakteuren – alles ist anders in Zeiten von Ausgangssperren und Kontaktverboten. Können verantwortungsvolle Sender und Redaktionen noch Reporter für Interviews „raus“ schicken? Anstelle von Mobilität ist nun #stayathome gerückt. Altbekannte Strukturen müssen anders organisiert sein, es braucht Notfallpläne: Was ist, wenn ein Redakteur, ein Moderator mit Corona infiziert ist? Wie halten wir den Betrieb aufrecht? 

Durch die Coronavirus-Krise sendet die Morningshow-Moderatorin von Hit Radio FFH, Julia Nestle, jetzt aus dem Home-Office, während ihr Moderations-Partner Daniel Fischer weiterhin im Studio in Bad Vilbel steht. Damit ist ihr Moderationsalltag auf den Kopf gestellt: „Uns ist das Menschliche am Morgen super wichtig: Der persönliche Kontakt, Blicke, Gesten, Lachen, um das Wechselspiel einer Doppelmoderation perfekt umzusetzen. Das fällt jetzt komplett weg. Ich sitze morgens um 5 im dunklen Wohnzimmer vor einer weißen Wand und spreche alleine vor mich hin. Das erfordert ein Höchstmaß an Absprache, Disziplin & Konzentration.“ Auf der Tagung der Hörfunkschule Frankfurt berichtete Julia Nestle über ihre Live-Sendungen aus dem Home-Office: "Ich freue mich aber, wenn ich wieder im Studio bin", verriet die Moderatorin den Nachwuchsjournalisten in der Konferenz.

Tipps gegen die Langeweile bei Bubbles

Corona erfasst auch die junge Zielgruppe: Tipps gegen die Langeweile in den Corona-Ferien oder wie sich allein sein auch genießen lässt – das funk-Format Bubbles vom Hessischen Rundfunk (hr) unterhält und informiert die jungen Leute in den sozialen Netzwerken bei YouTube oder Instagram. So gelte es auch hier FakeNews rund um Corona aufzudecken und dem Informationsanspruch der öffentlich-rechtlichen Sender gerecht zu werden. Auch Johan Helmer Hein, Redaktionsleiter der funk-Redaktion im hr, war zu Gast auf der Videokonferenz der Hörfunkschule: „Gerade jetzt ist das Informations- und Orientierungsbedürfnis besonders hoch. Deswegen haben wir uns beim funk-Format 'Bubbles' dazu entschieden, nahezu täglich online zu gehen - um über die aktuelle Lage und den Umgang damit zu sprechen.“

Der ehemalige radio-starter Vassili Golod ist jetzt Reporter und Autor im  Studio London der ARD. Er war aus seinem Wohnzimmer zugeschaltet und hat selbst Corona zu spüren bekommen. Er plaudert mit den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Arbeit seines Teams in der britischen Hauptstadt: "Es ist richtig und wichtig, so viel zu berichten, weil es Einfluss auf unser aller Leben hat", sagt Vassili  auf der Videokonferenz der Hörfunkschule. Und Corona bewege nicht nur in Deutschland oder in London, sondern weltweit. "Aber wir dürfen die anderen Themen nicht aus den Augen verlieren", so Vassili weiter . Es gebe auch Themen abseits von #Corona und die könne man jetzt auch gut setzen. Golod  ist auch bekannt durch seinen Machiavelli Podcast.

Der Nachwuchs diskutiert mit gestandenen Journalisten

Medien und Journalisten können gerade jetzt in der Corona-Krise mit Qualität und ausgewogener Berichterstattung punkten – das sieht auch Stefan Köhler so. Er ist Leiter der DASDING Online-Redaktion und sagt: „Die Corona-Krise ist eine große Chance für seriöse Medien, insbesondere für die Öffentlich-Rechtlichen, die Menschen vom Wert unserer Arbeit zu überzeugen. Der große Zuspruch in den letzten Wochen macht mich optimistisch, dass das gelingt.“ Das kann auch der Moderator Dr. Philip Häusser bestätigen, er berichtet auf der Konferenz über seine Arbeit für das „Corona-FAQ“ beim Bayerischen Rundfunk und von Shitstorms in Corona-Zeiten: "Dabei haben wir es doch nur gut gemeint" - beschreibt er die Überraschung und teilweise auch Ratlosigkeit seiner Redaktion über die Kommentare unter ihren Videos im Netz.

Hier geht's zum Video-Mitschnitt unserer Konferenz!

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